Bolonka Cavalier King Charles Prager Rattler Bolonka2 Chi Havaneser Bolonka3 Sheltie Chi2

Homöopathie

von Michael Kraft, F-67930 Beinheim


Die Potenzwahl

Hahnemanns Lieblingspotenz war angeblich die C30. Er arbeitete lange Zeit seines Lebens mit C-Potenzen. In diesem Fall wird die Arznei bei jedem Verdünnungsschritt im Verhältnis 1:100 verdünnt.
C = Centesimale und an die zwanzigmal verschüttelt.
Die LM-Potenzen entwickelte er hoch betagt an Jahren, erst gegen Ende seines arbeitsreichen Lebens. Diese wurden erst nach dem zweiten Weltkrieg aus der Vergessenheit wieder entdeckt.
Ausgehend von der C3 wird diese 50.000 fach verdünnt und verarbeitet.
So erhält man die LM I.
L steht für die römische 50, M für die römische 1.000.
Der nächste Schritt also, die LM I wiederum 50.000 verdünnt, potenziert und so erhält man die LM II usw.

Akute, vorwiegend organische Erkrankungen, sprechen im Allgemeinen ganz gut auf Tiefpotenzen (Q bis D8) an, die man zumeist 3 x täglich verordnet. In lebensbedrohlichen Fällen können sie auch viertel- oder halbstündlich gegeben werden.

Subakute oder funktionelle Störungen benötigen meist mittlere Potenzen und zwar 1- bis 2-mal täglich, = D12 bis D20.
Chronische Leiden verlangen meist Hochpotenzen ab D30, die seltener gegeben werden.
Probleme, die tief ins Seelisch-Geistige reichen, brauchen schon mal eine Höchstpotenz, das ist z.B. C1.000.
Grundsätzlich gilt:
Die Höhe der Potenz steigt mit der Dauer der Erkrankung und der psychischen Belastung.

Beispiel:
Eine frische Verletzung erfordert z.B. Arnica D6, evtl. 3- bis 4-mal täglich oder auch mehr.
Die gleiche Verletzung, möglicherweise noch nie behandelt, aber immer wieder Schmerzen bereitend, erfordert eine längere Therapie, sogar Monate lang. Dann aber die höhere Potenz wie z.B. D30 oder D200.
Es ist im Grunde völlig egal, wie lange das auslösende Ereignis zurückliegt: die Homöopathie verfolgt den Fall bis zu seinen Ursprüngen und räumt gründlich auf.

Wichtig:
Niemals stur auf eine Potenz festlegen.

Die Homöopathie ist eine völlig individuelle Heilmethode ohne Dogma.


Homöopathische Erstreaktion

Hat man das richtige Mittel, aber die falsche Potenz gewählt, so kann es zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Diese ist meist nur von kurzer Dauer: wenige Stunden nach Tiefpotenzen, mehrere Stunden nach Hochpotenzen.

Verschlimmert sich aber das Krankheitsbild, verfällt also der Patient zusehends, ist das Arzneimittel falsch. In diesem Fall muss man schleunigst die Behandlung korrigieren.

Beispiel:
Ihr Hund leidet unter heftigem, schaumigem Erbrechen. Sie geben 5 Globuli Ipe-cacuanha D3. Binnen kürzester Zeit setzt für etwa eine halbe Stunde noch heftigeres Erbrechen ein. Anschliessend erholt sich das Tier rasch wieder, das Erbrechen ist vorbei.

Was war geschehen?
In diesem Fall hätten wahrscheinlich 2 oder 3 Globuli genügt, vielleicht war aber auch die Potenz zu tief. In einem späteren Wiederholungsfall wissen Sie bereits, dass Sie dann die Potenz höher, etwa D6 oder D30 ansetzen müssen.
Letztendlich wissen Sie auch, dass das Heilmittel greift, also wünschenswerte Veränderungen im Körper ausgelöst hat.

Zur besseren Orientierung über den Behandlungserfolg sollten Sie wissen:
Heilung erfolgt immer von INNEN nach AUSSEN, von OBEN nach UNTEN, JETZT zu FRÜHER.
Das ist das Heringsche Gesetz der Heilung!


Arzneiformen

Tropfen; Tabletten; Verreibung; Globuli; Ampulle; Tinkturen; Salben; Injektionen

Grundsätzlich können alle Arzneiformen über den Mund eingegeben werden.
Über die Mundschleimhäute wirken sie am schnellsten. Die biologische Heilmittelindustrie hat inzwischen so genannte Komplexmittel entwickelt, um es auch dem Laien zu erleichtern. In ihnen sind mehrere Arzneien, zumeist in Tiefpotenzen, enthalten.

Achtung: Tropfen und Injels müssen vor Gebrauch geschüttelt werden!
Warum? Damit die Arznei wieder ihre volle Dynamik erhält!

Schüssler-Salze = der kleine Bruder der Homöopathie.
Dr. med. Schüßler (1821-1898) war zunächst eifriger Homöopath. Er reduzierte die Homöopathie aufgrund verschiedener anorganischer Salze im Organismus auf 12 biochemische Funktionsmittel (anstatt etwa über 2.000).

12 dieser lebensnotwendigen Salze sind sowohl im Blut als auch in den Körperzellen enthalten:

In D6 bis D12 verrieben sind dies:
Calcium fluoratum, Calcium phosphoricum, Ferrum phosphoricum, Kalium chloratum, Kalium phosphoricum, Kalium sulfuricum, Magnesium phosphoricum, Natrium cloratum, Natrium phosphoricum, Natrium sulfuricum, Silicea, Calcium sulfuricum.

H E E L
Dr. Hans-Heinrich Reckeweg, Gründer der Homotoxilogie. Seine Modelle von Gesundheit und Krankheit haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt. Nach Humoralpathologie und der Solidarpathologie hat für etwa 100 Jahre, seit Mitte des vorigen Jahrhunderts, die Zellularpathologie eine überragende Rolle gespielt.

Diese wurde dann durch die Molekularpathologie ergänzt.
Dr. Hans-Heinrich Reckeweg hat durch die Homotoxikologie eine Ganzheitsschau der Medizin geschaffen. Reckeweg hat als Arzt seine Homotoxinlehre zunächst für die Humanmedizin konzipiert.
Diese Heilkunde beschäftigt sich überwiegend wissenschaftlich mit den gesunden und kranken Funktionszuständen des Organismus. Sie geht den Ursachen, den Erscheinungsformen, aber auch der Vermeidung und der Heilung von Krankheiten nach. Er deutete die Krankheiten jeder Art und in jeder Phase als biologische Zweckmässigkeitsvorgänge. Krankheiten sind demnach Ausdruck eines Abwehrkampfes des kybernetisch gesteuerten Fliesssystems des Organismus' gegen HOMITOXINE. Ferner sind Krankheiten der Versuch, homotoxisch bedingte Giftschädigungen wieder auszukompensieren.
Dabei verwendete Reckeweg homöopathische Einzelmittel bei den verschiedenartigsten Beschwerden, mit den dafür geeigneten Kombinationspräparaten. Reckeweg hat festgestellt, dass Krankheitsstoffe im erkrankten Gewebe wirksam und für jene Vorgänge verantwortlich sind, die wir als Erkrankung bezeichnen. Der Abwehrkampf gegen Homotoxine wird als Krankheit bezeichnet.
1974 wurden erstmals Composita-Präparate von HEEL vorgestellt, mit denen für Praktiker der Homöopathie die Möglichkeit geschaffen wurde, sich durch diese biologische Basistherapie leichter und wirkungsvoller in das recht diffizile homöopathische Behandlungsschema einzuarbeiten.

NACH SYNERGISTISCHEM Prinzip sollen sich hierbei die Einzelmittel zusammenwirkend in einer einheitlichen Zielrichtung verbinden. Der Begriff des Synergismus als medizinisches Prinzip wurde bereits in den 1920iger-Jahren von Bürgi, Basel, publiziert.

Wir verstehen darunter knapp formuliert:
- das Mitwirken und Zusammenwirken verschiedener Kräfte zu einer einheitlichen Leistung.

Denken Sie sich als praktisches Beispiel die Muskelarbeit.
Bei der Beugung des Armes wird uns kaum bewusst, dass nicht nur ein, sondern viele Muskeln als Gleichwirker synergistisch tätig sind. Nicht nur sie allein machen die Muskelarbeit aus, sondern es wirken auch ihre Gegenspieler, die Antagonisten, bei der Muskelbewegung mit.

Dass auch Arzneimittel synergistisch wirken, kennen wir von Adrenalin und Cocain, die sich gegenseitig in ihrer pharamakologischen Wirkung verstärken können.
COMPOSITA-Präparate enthalten eine Wirkkombination vieler, an den verschiedenen Wirkpunkten angreifender Ceonzyme, molekulare Organbruchstücke, homöopathisierte Alloppathika, zahlreiche homöopathische Einzelmittel in einem Präparat! Ich betrachte die Anwendung von Composita-Präparaten als Basistherapie, aus welcher sich dann im Laufe der Behandlung das similegerechte Einzelmittel herausschälen kann.
Zeigt das Compositum aber keine Wirkung, ist auch das Simile darin nicht enthalten. Es hat sich dann als zweckmässig erwiesen, in Wechselwirkung mit den bisherigen Antihomotoxika weiterzubehandeln.
Auch gehe ich dazu über, einzelne Composita gegen ähnliche, im Laufe der Behandlung, auszutauschen. Z.B. bei Erkrankung der oberen Luftwege EUPHORBIUM Compositum durch ECHINACEA Compostium oder MUCOSA Compsotium.
Jedes EINZELMITTEL im Compositum ist bewusst auf den harmonischen Zusammenklang ausgesucht worden und der Synergismus des Präparates ist gerade als Basis seiner Wirkung zu betrachten.

Wenn wir den KÖRPER ALS EIN FLIESSSYSTEM SEHEN, kann auch eine Krankheit kein feststehendes Stadium haben! Wir sprechen ja auch bewusst von einem Krankheitsverlauf oder einem Krankheitsgeschehen, das sich fliessend in immer neuen Schüben zur Verbesserung oder auch zur Verschlimmerung entwickelt.
Die jeweiligen Krankheitsbilder gehen daher laufend ineinander über, wobei jedes homöopathische Einzelmittel in diesem Geschehen eine beschränkte maximale Wirkungszeit besitzt um dann durch ein Anderes abgelöst zu werden.

Ekzeme (trocken und nässend) beim Hund und deren antihomotoxische Behandlung

Nicht selten und beim Tierarzt sehr beliebt, sind Ekzeme nässender und trockener Art.
Diese können, bei der Schwanzwurzel beginnend, über den Rücken und die Lendengegend verlaufend, schliesslich auch auf die Lefzen und Wangen gelangen.
Meist beginnt diese juckende, das Tier quälende Krankheit mit Anfang der heissesten Jahreszeit (Ende August) und endet mit entsprechender Hautlotionbehandlung anfangs noch glimpflich mit Beginn der kalten Jahreszeit, um dann im darauf folgenden Jahr erneut umso stärker und körperverbreiteter aufzutreten.
Natürlich sucht dann der liebende Tierbesitzer zuerst oder erneut den Tierarzt auf, der solche Ekzeme fast ausschliesslich mit Cortison behandelt. Diese Art und Weise der Behandlung ist, wie bereits erwähnt, bei den Veterinären sehr beliebt. Sie bringt doch anfangs gute Behandlungsergebnisse, füllt die Praxiskasse und der liebe Hundebesitzer ist vom scheinbar raschen Erfolg dieser Methode sehr angetan.
Doch dieser tolle Anfangserfolg ist nur einer von vielen folgenden Tierarztbesuchen. Denn die Abstände der Behandlungszeiten mit Cortison werden immer kürzer sein. Und wenn bis dato unser voll gepumpter Hund glücklicherweise immer noch regen Appetit entwickelt, wird dieser bald zum Erliegen kommen und die Nieren und die Leber des Tieres werden auf Dauer geschädigt sein.
Nicht selten züchtet hier unser guter Veterinär seinen Dauerpatienten heran, der auf Jahre hinaus gesehen eine gute Einnahmequelle für ihn darstellt. Dabei kann man diese Ekzeme ganz einfach und schonend mit Homöopathie/Homotoxilogie behandeln und dies für den Rest seines Hundelebens!

Dies gilt auch für chronische Dauerpatienten:
Hepeel alle 3 Tage morgens, mittags, abends je 2 Tabletten, sowie SOLIDAGO D6 2-mal täglich 7 Tropfen (zur Anregung des Leber- und Nierenstoffwechsels).

Zusätzlich geben wir:
Schwef-Heel alle 2 Tage morgens und abends je 10 Tropfen.

Und zur Ausleitung der Giftstoffe aus den Zellen und des Bindegewebes, sowie zur Anregung des Immunsystems:
Lymphomysot und Galium-Heel morgens, mittags, abends je 10 Tropfen.

Die veränderten Hautstellen werden zusätzlich zur Reinigung und Desinfektion mit WASSER-STOFFPEROXID-Lösung (1 Esslöffel WASSERSTOFF-PEROXID 3% auf eine Kaffeetasse Wasser) 1-mal täglich eingerieben.

Zugegeben - das ist viel Holz auf einmal, aber Sie werden
1. überrascht sein vom Erfolg. Dieser ist bereits spätestens am 3. Tag sichtbar und
2. sind wir doch unserem treuen Wegbegleiter „Hund“ diesen doch etwas grosszügigen Aufwand schuldig.

Und denken Sie stets daran: Alles was Ihrem Hund hilft, hilft auch Ihnen!

Ihr Hund hat Ekzeme, und dies schon jahrelang. Nichts hat langfristig geholfen - ja sogar das Gegenteil bewirkt? Dann schnurstracks in die Apotheke und diese Mittel bestellt. Sie sind allesamt preisgünstiger als ein einziger Tierarztbesuch.

Ihr Michael Kraft

 

 

Counter